Beraten – Ermutigen – Assistieren (BEA)

Modellprojekt im Bundesprogramm rehapro

Auf eine konsequent partizipative Beratung setzt das Jobcenter Kreis Höxter im Modellprojekt „Beraten – Ermutigen – Assistieren (BEA)“ zusammen mit den Verbundpartnern ArbeitplusJobcenter Bielefeld und den Jobcentern Herford und Minden-Lübbecke. Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen oder Abhängigkeitserkrankungen sollen davon profitieren. „Es soll eine neue Haltung entwickelt werden – weg von der rein arbeitsmarktorientierten Beratung“, erklärt Projektleiter Thomas Stock. „Wir wollen uns deshalb an der Lebenswelt der Betroffenen orientieren und geeignete Hilfsangebote vermitteln. Wenn ich jemandem helfen will, muss ich zunächst verstehen, was er oder sie wirklich braucht.“

Für dieses Verständnis von Gesprächen auf Augenhöhe wird die Beratung um eine externe Person aus der Peer Group der Teilnehmenden ergänzt, der sogenannten BEA-Begleitung. Das können zum Beispiel Menschen sein, die selbst eine Abhängigkeitserkrankung überwunden haben und die jeweilige Situation bestens einschätzen können. Für eine möglichst neutrale und unbelastete Atmosphäre finden die Treffen und Gespräche dabei in der Regel außerhalb des Jobcenters statt.

Entsprechend der jeweiligen Wünsche und Bedürfnisse wird in enger Abstimmung zwischen Teilnehmenden, Jobcenter und BEA-Begleitungen ein individuelles Hilfenetz aufgebaut, das professionelle und nicht-professionelle Elemente umfassen kann. „Entscheidend ist, was wirklich hilfreich ist“, betont Thomas Stock. „Ärztlich-therapeutische Unterstützung kann ein Element sein, aber zum Beispiel auch Hilfe aus der Nachbarschaft.“ Das Jobcenter übernimmt das Prozessmanagement und koordiniert die unterschiedlichen Schnittstellen, wenn sich Lücken zwischen den Hilfesystemen auftun. Die lebensweltorientierte Begleitung soll die Teilnehmenden in die Lage versetzen, wieder Ziele zu entwickeln und diese in Angriff zu nehmen.

Aktuelle und weiterführende Informationen gibt es auch in der Borschüre "Rehabilitation fördern, stärken, besser machen!" und dem Presseartikel "Kommunikation und Hilfestellungen auf Augenhöhe - Modellprojekt "rehapro BEA" einmalig in ganz Deutschland".

 

Hintergrund des Projektes

Das Bundesprogramm "Innovative Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben - rehapro" wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales koordiniert und umgesetzt. Ziel des Bundesprogramms rehapro ist es, durch die Erprobung von innovativen Leistungen und organisatorischen Maßnahmen Erkenntnisse zu gewinnen, wie die Erwerbsfähigkeit von Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen noch besser erhalten oder wiederhergestellt werden kann.

 

Entscheidende Elemente von rehapro BEA sind die Beratung in vertrauter Umgebung (Konzept der Lebensweltorientierung), die Kundenzentrierung im Prozess (Konzept der Ressourcenorientierung) sowie die Assistenz und Ermutigung bei der individuellen Zielerreichung.

 

Wer Interesse hat, dieses Projekt als BEA-Begleitung zu unterstützen, kann sich an Marion Todt-Fabritz (Tel.: 05271/6995-123) oder Evelyn Thies (Tel.: 05641/7489-212) oder per E-Mail hoexter.fm@jobcenter-ge.de an das Jobcenter Kreis Höxter wenden.

 

Weitere Informationen unter:

https://www.modellvorhaben-rehapro.de/DE/Home/home_node.html